Anerkennung der Vaterschaft

Besteht ein Kindesverhältnis nur zur Mutter, so kann der Vater das Kind anerkennen (Art. 260 ZGB). Eine Anerkennung ist nicht möglich, wenn bereits ein Kindesverhältnis zum Vater aufgrund der Vermutung nach Art. 255 ZGB, einer anderen Anerkennung oder eines Vaterschaftsurteils besteht.

Die Anerkennung ist jederzeit zulässig, sogar von der Zeugung an (Art. 31 Abs. 2 ZGB). Sie steht dem Vater zu. Deshalb darf ein Kind nur anerkennen, wer biologisch der Vater ist oder zu sein glaubt. Das bedeutet, dass keine Umstände vorliegen dürfen, welche eine Vaterschaft ausschliessen. Gemäss Art. 260 Abs. 3 ZGB erfolgt die Anerkennung durch Erklärung vor dem Zivilstandsbeamten oder durch letztwillige Verfügung (Testament) oder, wenn eine Klage auf Feststellung der Vaterschaft hängig ist, vor dem Gericht.