Eintragung im Zivilstandsregister

Seit dem 1. Juli 2004 schreibt das Gesetz anstelle der früheren Einzelregister die Führung elektronischer Zivilstandsregister über den Personenstand vor. Erfasst werden zivilstandsrechtlich bedeutsame Vorgänge wie Geburt, Tod, Heirat etc. (Art. 39 ZGB, Art. 7 ZStV). Dieses Register bildet Beweis für die Richtigkeit der darin enthaltenen Angaben, solange nicht das Gegenteil nachgewiesen wird (Art. 9 ZGB). Neue Einträge dürfen nur aufgrund von verlässlichen Angaben erfolgen, zum Beispiel gestützt auf vorhandene Einträge, Gerichtsentscheide, ausländische Urkunden oder ärztliche Bescheinigungen (Art. 16 ZStV). Fehlerhafte Registereinträge dürfen die Zivilstandsbehörden bei offensichtlichen Irrtümern oder Versehen selber richtigstellen (Art. 43 ZGB und Art. 29 ZStV). In den übrigen Fällen muss das Gericht die Berichtigung anordnen (Art. 42 ZGB und Art. 30 ZStV).